Bedarfsausweis

Der Gebäude-Energie-Bedarfsausweis bemisst den Energiebedarf Anhand gebäudespezifischer Gegebenheiten, wie unter anderem Schichtaufbauten von Wänden, Decken und Dachflächen der Ausrichtung des Gebäudes als auch der verbauten Anlagentechnik.
Dadurch ergibt sich hierbei ein wesentlich deutlicherer Eindruck über die Energetische Qualität des Gebäudes, als durch einen Verbrauchsausweis, und man erhält automatisch eine Grundlage für eine weiterführende Energieberatung. Auch wenn diese vielleicht erst in ein paar Jahren gewünscht sein sollte.

Es gibt mittlerweile auch einige Anbieter die auch den Bedarfsausweis in automatisierten Onlineverfahren für recht kleines Geld anbieten.
Wir sehen und raten von diesen Möglichkeiten ab.
Wir vermuten das in den wenigsten Fällen, in denen der Kunde die vielfältigen Daten für den Energie-Bedarfs-Ausweis selbst erfasst und einpflegt, eine fehlerfreie Datenerfassung stattfindet.
Selbst bei erfahrenen Energieberatern kann es hierbei mal zu Fehlern kommen.
Darüber hinaus kann ein so erfasstes Gebäude auch nur anhand allgemeiner Typologien beurteilt werden. Das bedeutet das Programm mit dem der Ausweis erstellt wird, geht auf Grund des Baujahres und der Gegend in der das Gebäude steht, und der Art und Größe des Gebäudes, von Bauteilaufbauten aus die unter diesen Umständen üblich waren.
Das hat aber oft nichts mit dem tatsächlichen Gebäude zu tun.
Daraus können sich zwei große Probleme ergeben:

1. Die Haftbarkeit:
Sollte ein Käufer oder Mieter einen, grob fehlerhaften, Energieausweis als Grund für eine Klage nutzen, kann der Kaufvertrag oder Mietvertrag für nichtig erklärt werden, oder es kann zu empfindlichen Regressforderungen kommen.
(Wir weisen hierbei darauf hin, dass wir keine Juristen sind und dies nur eine Einschätzung unsererseits ist)

2.
Sollten die U-Werte aus solch einem Bedarfsausweis als Grundlage einer Sanierungsmaßnahme verwendet werden, kann das zu großen bauphysikalischen Problemen führen. Vor allem im Bereich Feuchte und Schimmel.
Denn es ist nicht unwahrscheinlich das die U-Werte im Ausweis stark von der Realität abweichen.

Wie bieten den Gebäude-Energie-Bedarfsausweis immer in Verbindung mit mind. Einem Ortstermin an. Darüber hinaus sehen wir, so weit möglich, die gebäudetechnischen Unterlagen wie Baupläne und Datenblätter zur Anlagentechnik oder ggf. erneuerter Fenster, Türen, Dachaufbauten etc. ein.

Der Bedarfsausweis kostet bei uns im Normalfall ca. 250€ zzgl. Fahrtkosten.

Rufen Sie uns gerne an oder benutzen Sie unser Kontaktformular.

Wohnfläche

Wohnfläche ist die Fläche eines Hauses, die man bewohnen kann:

– Dazu gehören Schlafzimmer, Küche, Bad, Flur, Wohnzimmer und andere beheizbare, ausgebaute Bereiche.

– Nicht dazu gehören Treppen und Heizungsräume. Diese gehören weder zur Wohn-, noch zur Nutzfläche. Es handelt sich hierbei um Verkehrs- bzw. Zweckflächen.

– Auch Keller und Dachboden gehören nicht zur Wohnfläche, wenn sie nicht zum Wohnen ausgebaut wurden.

– Auch Deckenhöhen sind bei der Berechnung der Flächen zu beachten: Flächen mit ein bis zwei Metern Deckenhöhe gehen nur zur Hälfte in die Berechnung ein, unter einem Meter Deckenhöhe darf eine Fläche nicht berechnet werden.

– Balkone und Terassen zählen ebenfalls zur Wohnfläche. Sie dürfen allerdings nur zur Hälfte berechnet werden

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